Noch vor kurzem war das Thema „Qualität im Gesundheitswesen“ nicht viel mehr als eine akademische Spielwiese, weit abseits der medial publikumswirksamen Tummelplätze „Krankenkassensanierung“, „Steuerreform“ und „Wirtschaftskrise“. Vor zwei Monaten sorgte die Qualitätskontrolle von Arztpraxen mit kolportierten 1200 Praxisschließungen für ein erstes Rauschen im (Zeitungs-)Blätterwald. Seit Anfang März und dem Erscheinen des Buches „Verschlussakt Medizin“ des ehemaligen „profil“-Journalisten Kurt Langbein hat das Thema selbst an Wirtshaustischen oberste Priorität. Dennoch wissen nur wenige, dass es seit knapp zwei Jahren ein „Bundesinstitut für Qualität im Gesundheitswesen“ (BIQG) gibt.