Potenziale der Verbindung von Gesundheits- und Sozialsystem

Vor rund vier Jahren wurde vom Bundesministerium für Gesundheit und der Arbeitsgemeinschaft für Datenverarbeitung (ADV) die unabhängige Plattform „e-Health-Initiative“ (eHI) eingerichtet, in der wichtige Proponenten des Gesundheitswesens, der Wirtschaft und der Wissenschaft vertreten sind. Auch MTD-Austria ist dabei.

Ziel der eHI ist, die Entwicklung und Harmonisierung elektronischer Dienste im Gesundheitswesen aktiv mit zu gestalten. In diesem Sinne werden Empfehlungen für die Gestaltung des Einsatzes von IKT auf dem Gebiet von e-Health erarbeitet und den EntscheidungsträgerInnen vorgelegt.
    2009 wurden von eHI sieben Positionspapiere zu folgenden Themen in Angriff genommen: „Telemedizin“, „Wissensmanagement“, „eOrdering – Computer Based Physician Online Odering“, Semantische Interoperabilität“, „eHealth und klinische Studien“, „Verordnete Register“ und „Verbindung zwischen Gesundheits- und Sozialsystem“.
    Letzteres wurde im Juli dieses Jahres fertig gestellt und ist seit kurzem auf der eHI-Website http://ehi.adv.at einsehbar bzw. als Download verfügbar. Dem Arbeitskreis, der dieses Positionspapier erarbeitete, gehörten auch die Präsidentin von MTD-Austria, Mag. Gabriele Jaksch und MTD-Austria-Geschäftsführer, Mag. Dominik Bischof, an.
    Dies ist auch insofern von Bedeutung als die MTD-Berufe als so genannte „Health Professionals“ – unter diesem Begriff werden international alle Berufsgruppen zusammengefasst, die patientennahe Leistungen erbringen, wie z.B. ÄrztInnen, Hebammen, Soziale Dienste, Pflege oder eben auch MTD – damit frühzeitig in die Entwicklungsarbeit von e-Health-Bereichen eingebunden sind.